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Die Kunst sich selbst zu sein (Teil 2)

Was wir von Bruce Lee für das Leben lernen können.
Bruce Lee war nicht nur der Kung-Fu Typ aus den 70er Jahren. Leider wissen das nur wenige.
Neben Schauspielkunst hatte er Phylosophy und Psychologie an der Univercity of Washington studiert.
Nach seinem Tod (mit 32 Jahren) hat er ein umfangreiches Vermächtnis an Niederschriften und Notizen hinterlassen.
Durch diese Aufzeichnungen zieht sich für mich ein roter Faden, den ich „die Kunst sich selbst zu sein“ nenne.
Sei immer Du selbst, bring Deine Persönlichkeit zum Ausdruck und vertraue in Dich selbst.
Suche Dir nicht eine erfolgreiche Persönlichkeit um diese nachzuahmen.
– Bruce Lee
Genau wie bei seinen Kamptechniken stand für Bruce Lee immer die pragmatische Anwendung und Übung im Mittelpunkt, mit der man solche Ratschläge auch tatsächlich umsetzt.
Ich fürchte nicht einen Gegner der 1.000 Techniken kennt. Ich fürchte den Gegner der eine einzige Technik kennt, diese aber 1.000 mal trainiert hat.
– Bruce Lee
Aus dem autobiographischen Buch „Warrior within“, das aus Bruce Lee‘s Aufzeichnungen und Texten erstellt wurde, geht m.E. hervor, was er mit der Kunst sich selbst zu sein meinte.
Es geht vor allem darum, wie man handelt, bei dem was man in seinen unterschiedlichen Lebensbereichen tut.
Er selbst verkörperte dieses Konzept wie kaum jemand anderer.
Er war erfolgreich als Kampfkünstler, Filmschauspieler, Geschäftsmann, Familienvater, Fitness-Experte, Cha-cha-cha Tänzer und entwickelte seine eigene interdisziplinäre Kampfkunst „Jeet Kune Do“
Wegbegleiter beschreiben ihn als wissensdurstig, ehrgeizig, perfektionistisch, diszipliniert, hartnäckig und gleichzeitig sehr liebevoll, warmherzig, kameradschaftlich, motivierend, aufmunternd und humorvoll.
Seine Frau Linda Lee sagte, es gab nicht einen Bruce Lee Schauspieler und einen Bruce Lee Familienvater. Vielmehr lebte er intensiv und von ganzem Herzen in allen seinen Lebensbereichen mit ein und den selben Charaktereigenschaften.
Aus diesem Blickwinkel betrachtet, nimmt, bei der Kunst sich selbst zu sein, das WIE man etwas TUT einen wesentlich höheren Stellenwert ein, als SEIN und HABEN (Status und Besitz).
Stell Dir vor, jemand nimmt eine Stellung als Abteilungsleiter an.
Er überlegt sich, was er in dieser Positiosn erreichen will.
Sagen wir er will sich profilieren um später Bereichsleiter zu werden. In dieser Position will er dann noch mehr Geld verdienen, damit er sein eigenes Haus kaufen kann usw.
Jetzt gibt es verschiedene Möglichkeiten wie er das erreichen kann.
Er kann die Mitarbeiter fortlaufend davon abhalten pünktlich Feierabend zu machen.
Er könnte spitzfindig nach Fehlern suchen und die Mitarbeiter herabwürdigen.
Er könnte sich unsichere Personen raus suchen und so behandeln, dass sie jedes Mal nervös werden, wenn er in ihre Nähe kommst.
Sein SEIN, also WER er wirklich ist, würde über die Qualität seines TUNs definiert werden.
Die Position des Abteilungsleiters ist ein Titel, ein Text in seinem Namensschild.
WER jemand wirklich ist bringt er darüber zum Ausdruck, wie er handelt. Man könnte auch sagen über die Qualität seiner Handlungen.
Willst Du den Charakter von jemandem erkennen, gebe ihm Macht.
– Abraham Lincoln
Andere Lebensbereiche wären Partnerschaft, Familie, ein Sportverein usw.
Auch dort definierst Du über Dein WIE Du handelst, wer Du wirklich bist.
Bist Du liebenswürdig, zuvorkommend, fürsorglich, unterstützend, Du zeigst Bewunderung, bist ein guter Zuhörer usw.
In unserer Konsum- und Wohlstands-Kultur dreht sich alles um Besitz (Haben) und Statusbedürfnisse (Sein).
Schulausbildung und Berufswahl sind darauf ausgerichtet.
Im deutschen Schulsystem ist Eingliederung in die Wirtschaft das Bildungsziel Nr. 1.
In Japan bekommen die Schulkinder bis zur 4. Klasse keine Schulnoten oder derartige Beurteilungen. – Die Charakterbildung hat eine höhere Priorität.
Die Sozialkompetenz in der Millionenstadt Tokio ist weltweit wahrscheinlich einzigartig und zeigt das Resultat aus diesem Bildungssystem.
In dem Du Dir die Qualität Deines TUN‘s zum Game machst und das auf alle Teilbereiche Deines Lebens gleichermaßen anwendest, bist Du auf dem Weg die Kunst des sich selbst zu sein zu beherrschen.
Bruce Lee lebte nach diesem Prinzip.
Er lebte in all seinen Lebensbereichen mit maximaler Hingabe und Intensität. Er war ehrgeizig, wissbegierig, humorvoll, Idealist und Perfektionist.
Er entwickelte seinen eigenen Kampfkunst-Stil und teilte mit Begeisterung und Hingabe seine Einsichten, Kampftechniken und Trainingsmethoden.
Das Leben ist kein Ziel und ein (materielles) Ziel im Leben zu haben, ist das falsche Modell oder zumindest die falsche Priorität. – So interpretiert Shanon Lee ihren Vater Bruce Lee in einem Vortrag im Jahr 2019.
Das Leben ist ein Entwicklungsprozess bei dem Du kultivierst WIE Du bist, nicht was Du bist und was Du besitzt.
Glücklichsein ist ein Weg und nicht ein Ziel!
– Budha
Du bist der Künstler, der sich selbst erschafft und sich über die Qualität seiner Handlungen ausdrückt.
Ob Du etwas nur halbherzig machst oder mit maximaler Intensität spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Leider werden wir in der Konsumzwang-Gesellschaft bereits als Kinder so konditioniert, dass wir so sein wollen wie andere.
Das wir uns unvollständig fühlen, wenn wir etwas nicht haben, was andere haben.
Wenn viele etwas haben, was wir nicht haben, fühlen wir uns ausgegrenzt.
Status-Symbole spielen schon in der Grundschule eine ganz große Rolle.
In dem Du über die Deine Charakter-Kultivierung Deine Selbstverwirklichung anstrebst, kommst Du zwangsläufig auf die Frage, was Du bei anderen bewirkst.
Das wahrhafte Leben ist das Leben für den anderen!
-Bruce Lee
Wenn Du Dich an der Kunst Du selbst zu sein orientierst, erschaffst Du zwangsläufig einen tieferen Sinn für Dein Leben.
Ob Dein Leben einen Sinn hat, hängt einzig und allein davon ab, ob Du ihm einen Sinn gibst, bzw. den Sinn Deines Lebens entwickelst.
Dieser Sinn Deines Lebens wächst parallel zu Deinem Fortschritt, Deinen Charakter festzulegen und zu verwirklichen.
Du kannst Dich suchen oder die Sache selbst in die Hand nehmen und Dich erschaffen.
Über materiellen Besitz und über einen Titel oder Status ist das nicht möglich.
Aber über die Qualität Deines WIE Du etwas tust, ist das unabhängig von Konsum und materiellem Wohlstand möglich.

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